"Ästhetik gegen das Vergessen"

Lennart Hanebrink setzt sich bei seiner Fotoarbeit mit den Spuren einer vergangenen Zeit auseinander. Einer Zeit, in der andere Spielregeln galten. 40 Jahre Geschichte in einem anderen System und Kontext, danach die deutsche Einheit mit seinen Veränderungen und seinem Wandel. Was bleibt sind Spuren und Zeitzeugen, die im Laufe der Zeit nun immer mehr verblassen. Diese Spuren hält er in seinen Arbeiten fest, sie dokumentieren die Faszination der Vergänglichkeit. Die Reise vom Sozialismus zum Kapitalismus ohne das genaue Ziel zu kennen.

Es ist aber nicht nur eine rein objektive Dokumentation, die den Verfall zeigt, sondern reflektiert auch die Sehnsucht nach der Vergangenheit. Es offenbart eine melancholische Sicht, es scheint als höre man die Geräusche einer vergangenen Welt.  Es ist eine grafische, reduzierte Abbildung des Seins, ohne dabei die Motive zu verfremden. Was wirkt, ist das Licht, die Szenerie, die Perspektiven, die Proportionen und die Kontraste von Klein zu Groß,von Hell zu Dunkel und von Farbe zur Monochromie. Die Fotografie mutet malerisch und subtil an.

Die Ausstellung zeigt einen kleinen Ausschnitt einer großen Serie mit der Auseinandersetzung morbider und fragiler Formen, die trotz des Verfalls einen großen ästhetischen Reiz bieten. Spannung wird erzeugt durch sehr kleine und „leise“ Formate im Kontrast zu sehr großen Formaten, ohne jedoch  „laut“ zu sein.

Weitere Bilder unter:

Flickr - Lennart Hanebrink


Zur Person:

Lennart Hanebrink, 1965 in Rheda-Wiedenbrück (NRW) geboren, absolvierte eine Bildhauerlehre, beschäftigte sich mit der Auseinandersetzung der menschlichen Figur und Anatomie, arbeitet in Holz, Stein und Bronze und beschäftigt sich neben der Bildhauerei und  Malerei auch mit dem Thema Fotografie und Architektur. Seine Ausbildung zum Bildhauer schloss er mit der Auszeichnung Landessieger von NRW ab. „Ich bin kein Designer, kein Bildhauer, kein Maler, kein Fotograf ich binein Gestalter mit einem guten Gespür für Form, Farbe und Perspektive.“  Es folgte ein Studium mit dem Schwerpunkt visuelle Kommunikation, mit dem Abschluss Diplom Designer an der FH-Bielefeld. Parallel absolvierte er ein Gaststudium der Architektur an der FH Detmold.

Studienschwerpunkte: Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie, Facharbeiten bei Prof. Jürgen Heinemann, Prof. Jörg Boström, Prof. Martin Holzhäuser und Prof. Gottfried Jäger, Typografie, bei Prof. Gerd Fleischmann und Grafik Design bei Prof. Ursula Pulsfort. Buchgestaltung, Editorial Design

 

Parallel zum Studium:
Lehrauftrag am Lehrinstitut für Design, Rheda-Wiedenbrück, Grafik-Design und Illustration
LH & LH Designbüro, Bielefeld, Gesellschafter, Corporate Design, Editorial-Design

Nach dem Studium:
Medienfabrik (jetzt territory), Gütersloh, Geschäftsleitung Kreation, Aufgaben: Strategie, Creative Direktion, Leitung Kreation, Konzeption, Fotostudio, zahlreiche Magazine und Bücher konzipiert und realisiert

A3PLUS, Gütersloh, Geschäftsführung, Leitung Konzeption

SIGNUM Corporate-Communication, Mannheim, Leitung Konzeption

Trio Group, Mannheim, Leitung Content Marketing

Gründung „ATELIER OBERLICHT“, Gütersloh


Ausstellungen:

Galerie Kloster, Herzebrock (NRW)

Alte Lederfabrik, Halle (NRW)

Galerie Heger, Heidelberg

FH Lampingstraße, Bielefeld

Naturerbe Zentrum Rügen, Ostseebad Binz / OT Prora

Diverse Gemeinschaftsausstellungen ...


©Lennart Hanebrink 
©Lennart Hanebrink
 

In der KunstGalerie des Naturerbe Zentrums Rügen werden ganzjährig zeitgenössische Arbeiten Rügener und überregionaler Künstler gezeigt. Alle zwei Monate wechseln die Arbeiten, die meist im Kontext zur hiesigen Landschaft und Natur stehen. Die Ausstellungsflächen sind kostenlos und für die Besucher kostenfrei anzuschauen. Dies soll vor allem regionale Künstler unterstützen.

Naturerbe Zentrum Rügen
Forsthaus Prora 1
18609 Ostseebad Binz / OT Prora
Tel. +49 38393 / 66 22 00
info@nezr.de


Eine Einrichtung der